CO2 - Der Elefant im Raum
Beschreibung
Kein Notausgang.
Unser Planet Erde ist ein Ort, den man nur tot endgültig verlassen kann. Es ist ein geschlossenes System – ein planetarisches Kreislaufwunder und kein „escape room“. Über Milliarden J ...
Kein Notausgang.
Unser Planet Erde ist ein Ort, den man nur tot endgültig verlassen kann. Es ist ein geschlossenes System – ein planetarisches Kreislaufwunder und kein „escape room“. Über Milliarden Jahre hat sie gelernt, sich selbst zu regulieren: Ozeane, Atmosphäre, Gestein und Leben atmen im Takt. Das „GAIA-Prinzip“ eine Gesamtdarstellung des organischen Lebens auf dem Planeten nennt diesen Kreislauf ein „Selbstregulierendes System“. Und die die Erde wird als lebendigen Organismus beschrieben, der in Gleichgewichten lebt – und nicht im Endloswachstum.
Doch in diesem System hat sich ein Störfaktor ausgebreitet. Ein Wesen, das mehr verändern kann als Vulkane, als Meteoriteneinschläge, als Son-nenzyklen.
Ein Wesen, das sein eigenes Zuhause nicht versteht – und es darum zerstört. Besonders durch Militär, Kriege, Landschafts- und Infrastrukturvernichtung – dieses Wesen sind wir alle: der Mensch!
Haben wir die Gefahr erkannt?
Wir sind fliegen zum Mond, wollen zum Mars und kennen den Unter-schied zwischen Bruttoinlandsprodukt und Leistungsbilanz. Aber wir igno-rieren, was unmittelbar vor uns liegt: eine planetare Rückkopplung, die aus der Balance gerät. Der CO₂-Ausstoß ist keine politische Debatte – er ist ein physikalischer Vorgang. Die Versauerung der Ozeane verhandelt nicht. Die Kipppunkte des Klimas interessieren sich nicht für Wahlzyklen.
Und doch behandeln wir das Ganze wie einen Randaspekt. Wie eine Nebenwirkung der Moderne.
Wie einen Elefanten im Raum, über den man nicht spricht, weil er unbe-quem ist.
Rüstungswettlauf
Rüstungsausgaben sind Investitionen in vermeintliche Sicherheit oder auch in vermeintliche Stärke. Es geht im Prinzip darum, ein größeres und tödli-cheres Waffensystem zu haben, als der potentielle Angreifer. Rüstungsaus-gaben haben allerdings die Tendenz, in Rüstungswettläufe auszuarten. Es entsteht ein Teufelskreis: Sobald sich eine Partei einen Vorteil verschafft hat, zieht die andere Partei nach und erhöht die Rüstungsausgaben. Am Ende können die Parteien nicht mehr aussteigen, weil die Einsätze zu hoch geworden sind. Es kommt dann zu irrationalen Situationen, dass Länder einen hohen Anteil ihres Sozialprodukts nur für Waffen und Militär ausge-ben, obwohl die Infrastruktur oder die sozialen Systeme völlig unterfinan-ziert bleiben. Hier siegt der menschliche Aggressionstrieb über die menschliche Vernunft. Das auffällige an diesem Phänomen ist, dass es nicht nur in unterentwickelten Ländern auftritt, sondern durch alle derzeiti-gen Staaten verbreitet ist. Wenn man den psychologischen Anteil an die-sem Verhalten weglässt, so bleibet die Erkenntnis, dass der Vertrauensver-lust ein ausschlaggebender Faktor in diesem Verhalten ist.
Die Klimaschuld des Militärs ist nicht nur eine Frage von Zahlen. Sie ist eine Frage der Ehrlichkeit. Und die fehlt.
Ein Kampfjet wie der Eurofighter stößt in einer Flugstunde elf Tonnen CO₂ aus – mehr als ein deutscher Durchschnittshaushalt im ganzen Jahr. Dazu kommen Herstellung, Logistik, Wartung. All das bleibt weitgehend nicht bilanziert.
Und die Langzeitfolgen? Chemische Altlasten in Böden und Meeren. Ver-seuchte Städte, von Uranmunition kontaminiert. Abgeworfene Gifte, deren Halbwertszeit Generationen überdauert.
Details
- Auflage: 0
- Veröffentlichungsdatum: 17.10.2025
- Von Klaus W. Vaupel
- Sprache: Deutsch
- ISBN: 978-3-384-72013-9
- Seiten: 172
- Maße und Beschnitt: 14,8 x 21 cm
- Gewicht: 256,1g
- Produktionszeit: 5 Werktage
Das könnte dir auch gefallen