Vorbilder gesucht
Beschreibung
„Wir sollten weniger den Helden als seine Tat würdigen. Wenn wir von vornherein die heroische Tat ins Zentrum stellen, entgehen wir der Notwendigkeit, den Menschen, der die Tat vollbracht hat, zu idea ...
„Wir sollten weniger den Helden als seine Tat würdigen. Wenn wir von vornherein die heroische Tat ins Zentrum stellen, entgehen wir der Notwendigkeit, den Menschen, der die Tat vollbracht hat, zu idealisieren. Nur wenige Menschen sind Helden, wie wir wissen. Aber auch Helden sind immer nur Menschen. Hegel zitiert das französische Bonmot Es gibt keinen Helden für den Kammerdiener. Das liegt aber nicht daran, dass der Held etwa kein Held wäre, sondern daran, dass der Kammerdiener ihn nicht in heroischen, sondern in allzu menschlichen Situationen erlebt. Es versteht sich von selbst, dass die Perspektive des Kammerdieners dem Helden nicht gerecht wird. Nehmen wir also unsere Helden vor den Kammerdienern in Schutz!“
32 Texte aus den vergangenen zwei Jahrzehnten. Alle knüpfen auf die eine oder andere Weise an den Eröffnungsessay über Demokratie und Heldentum an, berichten von Menschen, die Vorbilder oder Wegweiser oder Orientierungspunkte sind, sein könnten oder in früherer Zeit einmal gewesen sind: Stefan Andres, Hugo Ball, Otto von Bismarck, Otto Brenner, Jacques Ellul, Friedrich Engels, Saul Friedländer, Günter Gaus, Hans Globke, Adolf Grimme, Wilhelm Hennis, Eric Hobsbawm, Ernst Jünger, Ted Kaczynski, János Kádár, Karl Kautsky, John Maynard Keynes, György Konrád, Ekkehart Krippendorff, Claude Lanzmann, Herbert Marcuse, Karl und Jenny Marx, Helmuth James von Moltke, Imre Nagy, Boris Pasternak, Walther Rathenau, Carl Schmitt, Dmitri Schostakowitsch, Adalbert Stifter, Gustav Stresemann, Heinz Tietjen.
Details
- Auflage: 0
- Veröffentlichungsdatum: 20.07.2026
- Von Ulrich Teusch
- Sprache: Deutsch
- ISBN: 978-3-384-92256-4
- Seiten: 292
- Maße und Beschnitt: 12 x 19 cm
- Gewicht: 311g
- Produktionszeit: 5 Werktage
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