1949 geboren, schrieb und kickte Dieter Bischoff schon als Dorfschüler besser als andere. Weshalb er 13-jährig einen Aufsatzwettbewerb gewann und mit 15 als Fußball-Jugendnationalspieler im Wembleystadion gegen England aufgeboten war. Später wurde er Profi beim TSC Zweibrücken und Waldhof Mannheim,
1949 geboren, schrieb und kickte Dieter Bischoff schon als Dorfschüler besser als andere. Weshalb er 13-jährig einen Aufsatzwettbewerb gewann und mit 15 als Fußball-Jugendnationalspieler im Wembleystadion gegen England aufgeboten war. Später wurde er Profi beim TSC Zweibrücken und Waldhof Mannheim, sowie 1974 als Amateur mit dem FK Clausen Südwest-Meister.
Beruflich war der Schriftsetzermeister und Drucktechniker auch ein »Schweizerdegen« und verlegte als Werbeagentur-Inhaber das erste vierfarbige Anzeigenblatt Deutschlands. Als Teenager träumte er von schön formulierten Sätzen und suchte nach einem ureigenen Schreibstil. Nach Lebensjahren im Format von Achterbahn-Fahrten, erschien 1998 sein Roman »Zur Hölle mit dem Paradies«, zeitgleich mit seinen Fußball-Memoiren »Sellemols«. Schreibstilistisch prägten ihn seine Vorbild-Autoren Jerzy Kosiński, Harold Robbins und Trevanian. Mit »Zum Teufel mit dem Engel« ließ er 1999 einen autobiografischen Roman folgen.
2001 überlebte der Autor einen Schlaganfall infolge Gehirnblutung nur knapp. Gleichwohl überraschte er 2012 mit seinem Comeback. Der Titel seines Wörthersee-Romans: »Rotkappe ist tot«. Vorher fand er mit John Irving den idealen literarischen Inspirator. Im neuen Schreibstil ummantelte er als Selbstverleger sein »Sellemols« zum Roman »Sellemols reloaded«. Der bebilderte Doku-Roman über den Tivolipark »Löwen. Tiger. Aff(är)en« schloss sich an und erregte auch Aufmerksamkeit durch eine fulminante Präsentation vor über 200 Gästen. Sein diffizilstes Werk veröffentlichte er 2020 – wegen seinem brisanten Inhalt – unter einem Pseudonym. Es folgte seine Fleißarbeit »Zweibrücker Fußball-Legenden, eine mit Bild-Raritäten angereicherte Regio-Chronik.
Mit »7pfeiffer« startete der Autor 2021 – zweiundsiebzigjährig – sein »Spätwerk«. Trotz permanenter physiotherapeutischer Betreuung blieb nicht aus, dass ihn inzwischen auch altersbedingte Handicaps plagen. Vorbei die Zeiten, als er überzeugt war, seine zehnjährige Zwangspause hätte ihm als Äquivalent ein Bonus-Jahrzehnt beschert. Die Schreibarbeit verlangt ihm nicht nur mental alles ab, sondern auch körperlich.
Geblieben – in Stein gehauen – sind seine Credos »Scribo ergo sum« – ich schreibe, also bin ich – und »Reden ist Silber, Schreiben ist Gold«.