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Werner Imhof
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Werner Imhof ist kein Elfenbeinturmhistoriker, der seine alleinige Erfüllung in der akademischen Auseinandersetzung über staubige Akten findet. Wenn es in seiner Wahlheimat Tschechien um das Lernen aus dem Totalitarismus geht, das würdige Gedenken und Erinnern, scheut er auch die öffentliche Auseinandersetzung nicht. Dem tschechischen Präsidenten Zeman warf er Sympathie mit rechtsextremen, fremdenfeindlichen Tendenzen vor. Dieser lobte ihn daraufhin als "verdienstvollen Brückenbauer der deutsch-tschechischen Verständigung", der mit politischen Gesten gegen den Präsidenten die Brücken hinter si...
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Gleise in den Tod

https://deutsch.radio.cz/der-holocaust-aus-taeter-und-opferperspektive-cileks-gleise-den-tod-auf-deutsch-8740278


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Wunderbare Rezension von Till Janzer in Radio Prague International zu Roman Cíleks Buch "Gleise in den Tod - Holocaust":

https://deutsch.radio.cz/der-holocaust-aus-taeter-und-opferperspektive-cileks-gleise-den-tod-auf-deutsch-8740278


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Gleise in den Tod

Am 27. Januar 2022, dem Internationalen Holocaust-Gedenktag, findet um 13 Uhr in der Gedenkstätte Theresienstadt eine tschechisch-deutsche Lesung mit musikalischer Begleitung aus Roman Cíleks Buch "Gleise in den Tod - Holocaust" statt. Ich habe - gefördert vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds - das Buch 2021 ins Deutsche übersetzt.

Den tschechischen Text liest Tomáš Kraus, Sekretär der jüdischen Gemeinden in Tschechien. Das Schicksal seines Vaters František Kraus wird in dem Buch ausführlich geschildert.

Den deutschen Text trage ich vor.

Uns begleitet das Quartett "Vertigo".

https://tinyurl.com/Lesung-Theresienstadt

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Gleise in den Tod
ES GIBT ERSTE LESERREAKTIONEN:
„Das Buch ist hammerhart und es berührt!!!
Meine Hochachtung vor Ihnen steigt weiter! Entschuldigen Sie bitte diese altmodische Formulierung, aber das ist das Erste, was mir in den Kopf gekommen ist. Ich fand den Umschlag heute ganz arglos im Briefkasten, habe ausgepackt, mitten drin zu lesen angefangen – und saß da fast eine Stunde später noch auf dem Hocker in meiner Küche und konnte nicht aufhören. Die Grausamkeit einerseits, aber die Spannung auf der anderen Seite, wie es denn im nächsten Moment dann weiter geht – Puuuh! Ich bin ja normalerweise noch nicht mal in der Lage den sonntäglichen Tatort anzusehen, weil es mir zu spannend oder oft auch zu brutal zugeht.
Was hat mich da so gefesselt? Ich kann es nicht genau erklären, mein Kopf ist da noch beschäftigt. Die Verwicklung der eigenen Familie in die Geschichte? Mein Kindermädchen, das bis 1945 so brutal im Kinderheim war, dass sie bis 1956 keine Stelle fand – und meine Eltern genau diese für mich engagierten und sie dann weitermachen durfte, wo sie 11 Jahre vorher aufhörte???
Sie sehen, es geht mir nahe – Glückwunsch zu diesem Text: die Übersetzung finde ich aus meiner laienhaften Sicht großartig!
So, jetzt habe ich zu verdauen...“
Dr. Stefan M., Berlin
„Es ist für mich immer wieder eine Überwindung meiner Angst, mich dieser Vergangenheit zu öffnen. Interessanterweise habe ich dann die ersten und letzten Seiten gelesen, bevor es mich irgendwie aufgesogen hat und ich gleich 30 Seiten am Stück gelesen habe. Es liest sich sehr gut, flüssig, die kurzen Kapitel gefallen mir gut, noch sind die Gräuel nicht so vordergründig. Interessant, wie das aufgebaut wird.
Mein Horrorerlebnis war der SS Staat von Eugen Kogon. Ein Buch, dass ich während einer Urlaubszeit gelesen habe, in der ich, ca. 14-jährig, bei Verwandten war. Das hat mich völlig fertig gemacht. Auch gab es niemand mit dem ich das Gelesene teilen konnte. Ich bin gespannt wie es im Buch von Cilek weitergeht.“
Volker E., Frankfurt a. M.
"Sehr schön mit dem Cover! Gut gelungen. Liest sich sehr gut, interessant, habe gleich 40 Seiten gelesen..."
Karla I.-S., Wiesbaden
Interview
Was zeichnet dich aus?
Niemals aufzugeben.
Woher nimmst du deine Ideen oder dein Wissen?
Aus lebenslangem Lernen und aus dem Engagement für unschuldig Verfolgte.
Womit verbringst du deine Zeit, wenn du keine Bücher schreibst?
Mit meiner Frau, den Kindern und Enkeln und mit meinen Hunden. Und mit Lesen, Übersetzen, Lektorat, Buchsatz.
Wie geht es für dich weiter?
Ich habe keine Glaskugel...
Auf welche Bücher dürfen sich deine Leser als nächstes freuen?
Auf das autobiografische Buch "Ihnen wird vorgeworfen, als Schäferhund folgende Ordnungswidrigkeit begangen zu haben", in dem ich viele urkomische Erlebnisse in der lebenslangen Auseinandersetzung mit Bürokraten schildere.

Ich bitte Sie, wir sind doch Europäer!

Lisa Miková – eine Tschechin, die nicht nur Auschwitz überlebt hat
Von Werner Imhof
Holocaust-Überlebende, Auschwitz-Überlebende – solche Verkürzungen auf wenige Jahre der Fremdbestimmung und Verfolgung sind vollkommen ungeeignet, ein erfülltes Leben in den Blick zu fassen. Sie nehme...
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