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Tim Schneider
Autor
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Bücher von Tim Schneider
Tim Schneider
Stierkampfnovelle
Stierkampfnovelle erzählt von der unerhörten Begebenheit der Begeg­nung zweier Männer mit diametral entgegen­gesetztem Naturell und kulturellem Hintergrund, deren Lebens­wege sich für kurze Zeit im Um­feld des hochum­strittenen spanischen Nationalrituals kreuzen. Für den aus einfachsten Verhältnissen stammenden andalusischen Fischer­sohn José Sanchez, einer derben rustikalen Kraft­na­tur, ist die Corrida in erster Linie ein gut be­zahl­ter Kampf mit dem Stier, ein »Niederringen der Bestie«, die er »zur Not auch totprügeln« würde. Dage­gen interessiert sich der aus bundesdeutschem Akademikermilieu stammende feinsinnige Schöngeist Thomas E. Hilpert vorrangig für die Tauromachie als Kunstform, in der das Töten des Stiers »nur ein Moment eines ästhetischen Formprozesses« dar­stellt. Die sich wech­sel­seitig ergän­zende Gegen­sätz­lichkeit ihrer Anlagen scheint zunächst die innige Freund­schaft der beiden jungen Männer zu befesti­gen – ehe eine scheinbar banale Frauengeschichte sie auf Jahre entzweit. Erst bei ihrem zunächst versöhnlichen Wie­der­sehen in ge­setz­tem Alter kommt es zum Show­down, in dem die Prin­zipien und die Körper mit voller Wucht auf­einanderprallen.
Tim Schneider
Das mit den Tieren
Das Tier ist mit sich eins. Aber es versteht sich nicht selbst. Was kann da der Mensch, für den diese schwierige Kunst fast selbstverständlich ist, überhaupt von dem Tier verstehen? „Man weiß ja nicht, wie es ist, eine Schnecke zu sein, aber es ist doch ziemlich sicher etwas Anderes, als man selbst zu sein“: Für den Ich-Erzähler in Das mit den Tieren ist das Verhältnis von Mensch und Tier gekennzeichnet durch die unüberwindliche Differenz von Natur und Subjekt. Bald sind die Tiere eine Bedrohung (Dackel), bald wecken sie Abscheu (Regenwürmer); mal landen sie im Kochtopf und werden verspeist (Schnecken, Hasen, Fische), mal fressen sie sich gegenseitig (Katz und Maus, Python). Sie werden getötet aus einer Laune, oder um vermeintlich von ihnen ausgehende Gefahren abzuwehren (Wintermücken, Kreuzotter); man erniedrigt sie zum Spielzeug (Katzen) oder überhöht sie zu mythischen Identifikationsfiguren (Stier, Wölfe). Zuweilen scheinen in ihren Blicken Abgründe auf von Liebe und Angst (Straßenköter, Fledermaus), dann wieder werden sie zum Anlass stiller Kontemplation (Kühe). Kreuz und quer springend zwischen höheren und niederen Spezies, vermessen Schneiders autobiografische Miniaturen die Grenzen der Einfühlung, die zugleich Grenzen der Verständigung sind mit allem, das fremdwohnt im „Haus des Seins“ (Heidegger): der Sprache.
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