Print & Publishing
Sabeth Ackermann
Autor
Sabeth Ackermann, Jahrgang 1960, wächst mit vier Geschwistern in Süddeutschland auf. Die spätere Scheffelpreisträgerin ist bereits als Kleinkind von Geschichten fasziniert und beginnt mit sieben Jahren ihre eigenen Phantasien in Wort und Bild umzusetzen. Als alleinerziehende Mutter von drei Kindern und berufstätige Lehrerin reicht die Zeit jedoch lediglich zum Ordnen der unzähligen handschriftlichen Notizen, die sich über eine lange Zeit angesammelt haben. Nachdem der Nachwuchs nach und nach das Haus verlassen hat, kann sie im Mai 2021 ihren Debütroman „Zeit, mich zu finden“ fertigstellen, in ...
Interview
Was zeichnet dich aus?
Ich bin ein Mensch mit unwahrscheinlich viel Phantasie. Alles, was ich wahrnehme, wird in meinem Kopf sofort in Bilder umgewandelt. Meine Träume sind ebenfalls sehr bunt und detailreich. Ich bin kreativ und kommunikativ. Und meine Familie geht mir über alles.
Woher nimmst du deine Ideen oder dein Wissen?
Ich habe sehr detailreiche Erinnerungen zurück bis zu der Zeit kurz nach meiner Geburt. Da ich hochsensibel bin, habe ich meine Umwelt schon immer überaus intensiv wahrgenommen und teilweise auch in Phantasiewelten gelebt. Mein eigenes Leben war streckenweise die reinste Achterbahnfahrt; und mein persönlicher Erfahrungsschatz ist dementsprechend hoch. Darüber hinaus bin ich sehr neugierig und interessiere mich für die Hintergründe menschlichen Handelns. Und jetzt multipliziere diese Zusammenstellung mit 62 Lebensjahren. Um überzeugend schreiben zu können, ist es mir aber wichtig, meine Geschichten mit der Realität abzugleichen und möglichst jede Aussage zu recherchieren. Das ist unglaublich arbeitsintensiv; erweitert aber auch meinen Horizont. Und jeder „Treffer“, der meine eigenen, zunächst nur subjektiv erscheinenden Wahrnehmungen bestätigt, macht mich unbeschreiblich glücklich.
Womit verbringst du deine Zeit, wenn du keine Bücher schreibst?
Ich bin pensionierte Lehrerin, erst seit wenigen Jahren zum zweiten Mal verheiratet und habe neben meinem Haushalt auch einen Garten. Acht unserer Kinder, Geschwister und Elternteile leben mit ihren Familien in einem Radius von etwa fünfzig Kilometern um uns herum; hinzu kommen Freunde und Bekannte. Bei uns geht es teilweise zu wie im Taubenschlag, wenn wir nicht gerade selbst eingeladen sind. Zudem koche und lese ich gerne, schreibe mit großem Vergnügen Briefe oder tausche mich direkt mit anderen aus; außerdem liebe ich es, zu fotografieren und völlig altmodische Alben anzulegen. Bei uns wird immer lebhaft diskutiert – sei es über Psychologie, Politik, Filme, Mode und Schönheit; und über das Leben im Allgemeinen und Besonderen sowieso. Und wenn es dann mit den Enkeln losgehen sollte, wäre ich auch schon richtig gut vorbereitet. ;-)
Wie geht es für dich weiter?
Ich hoffe doch so, wie ich es jetzt schon liebe.
Auf welche Bücher dürfen sich deine Leser als nächstes freuen?
Ideen sind reichlich vorhanden und teilweise bereits schriftlich angelegt. Darunter befinden sich ein Buch über luzides Träumen mit Ratschlägen gegen Albträume oder eine Art „Schönheitsratgeber“, den ich gemeinsam mit meiner Tochter plane, und der sowohl klassische als auch brandaktuelle Tipps vereint. Aber eigentlich gehört mein Herz dem Geschichtenerzählen. Was wäre denn für dich interessant?
Bücher von Sabeth Ackermann
Sabeth Ackermann
kein mord.
„Keineswegs!“, antwortete sie mit Bestimmtheit. „Ich versuche nur, eine angemessene Erwiderung auf diese ganzen Geschehnisse zu finden. Aber eins steht fest: Es war kein Mord. Punkt.“ Ein überaus wohlhabender Geschäftsmann stürzt vom Balkon seines Penthouses und erliegt seinen Verletzungen. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Weder gibt es irgendeinen Hinweis auf Fremdeinwirkung, noch lässt sich ein plausibles Motiv für einen Suizid finden, da sich das Opfer in der Öffentlichkeit aufgrund seiner Großzügigkeit und seines sozialen Engagements außerordentlicher Beliebtheit erfreute. Schließlich wird der Todesfall zum tragischen Unfall erklärt und die Akte geschlossen. Der Kripo-Beamte Markus jedoch hegt Zweifel an dieser Theorie und bittet seinen besten Freund und ehemaligen Kollegen Leopold um Hilfe. Völlig orientierungslos und in seinen Nachforschungen zusätzlich durch die beginnende Corona-Pandemie beeinträchtigt, stolpert Leo von einer befremdlichen Information zur nächsten. Erst, als sein Freund längst aufgegeben hat, fallen ihm zwischen all diesen Episoden Zusammenhänge auf, die immer wieder auf das Unfallopfer deuten und sich um das Schicksal dreier Frauen winden. „kein mord.“ von Sabeth Ackermann ist ein Roman mit kriminologischem Hintergrund. Die Autorin gewährt ihren Leserinnen und Lesern gegenüber ihrem heimlichen Helden Leo einen gehörigen Informationsvorsprung mit teilweise erschütternden Details, dennoch bleibt die Todesursache unklar. Wird es eine Auflösung geben?
Sabeth Ackermann
Zeit, mich zu finden
Die sechzigjährige Lehrerin Pia hat sich längst mit ihrer oberflächlichen Lebensweise arrangiert, als sie bei einer Veranstaltung unvermutet in einen von der normalen Zeit ausgekoppelten Raum gerät. Dort trifft sie auf ihren ehemaligen Klassenlehrer Jan. In der geschützten Zeitblase können sich die Gefühle der beiden füreinander entzünden. Doch Pia wird zunehmend von den Erinnerungen an ihre rigide Erziehung überrollt, die ihr weiteres Leben maßgeblich geprägt hat. Und Jan scheint vor ihr ein Geheimnis zu verbergen. Schließlich sieht Pia sich Problemen gegenüberstehen, auf die sie nicht vorbereitet war. Und sie muss eine Entscheidung treffen…
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