Print & Publishing
Falk Rodigast
Autor
Falk Rodigast studierte Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspsychologie. Er hat mehr als 20 Jahre in leitenden Positionen in verschiedenen Unternehmen und Branchen gearbeitet und Mitarbeiter geführt. Er lebt in Leipzig und ist als Coach, Mediator, Supervisor und Organisationsberater tätig. Informationen unter: www.falk-rodigast.de. Weitere Veröffentlichungen von Falk Rodigast sind unter anderem eine Definition und ein Prüfschema für die Neutralität von Mediatoren und eine Postkartenserie zu den Eskalationsstufen von Konflikten.
Bücher von Falk Rodigast
Falk Rodigast
Gerhard Gundermann über Arbeit
Weshalb gehen Menschen einer Erwerbstätigkeit nach? Was verändert sich bei Ihnen, wenn sich die Arbeitsplatzsituation ändert? Wie beschreiben Menschen ihre Bindung an Organisationen? Sind die prognostizierten Änderungen der Arbeitswelt durch Industrie 4.0/5.0 wirklich neuartig? Diese Fragen werden anhand einer Einzelfallstudie zu Gerhard Gundermann untersucht. Grundlage bilden die Liedtexte der fünf Studioalben und seines letzten Live-Auftrittes, die eine Zeitspanne von 1988 bis 1998 abbilden. Gundermann war in diesen zehn Jahren seit langem erwerbstätig im Tagebau Spreetal-Nordost, wurde versetzt in den Tagebau Scheibe und begann nach der Entlassung eine Umschulung zum Tischler. Er hat in seinen Texten die eigene Erwerbsarbeit intensiv reflektiert. In dieser Untersuchung wird als theoretische Grundlage ein Bindungskonzept aus Sicht des Erwerbstätigen entwickelt. Die klassische Fragestellung wird dabei umgekehrt. Aus: Wie passt der Mensch am besten in die Organisation? wird: Wie passt die Organisation zum Menschen? Wie betrachtet und verändert der Mensch seine Arbeits- und Lebensumwelt? Welche Wirkungen generiert der Binnenkosmos Organisation-Mensch hin zum Individuum? Wie verändern sich Bedürfnisabbildungen und Verhalten, wenn sich die Arbeit ändert? Wofür entscheidet sich der Einzelne? Gerhard Gundermann hat sich in dieser Frage eindeutig positioniert. Sein reflexiver Entwicklungsprozess ist beispielhaft und nachvollziehbar. Damit zeigt sich der direkte Bezug zur Diskussion über die Zukunft der Arbeit. Erwerbsarbeit wird zu Arbeit und der Arbeitnehmer zur Ein-Personen-Organisation, auch im Angestelltenverhältnis. Das bedeutet tiefgreifende Veränderungen für alle Beteiligten im Wertschöpfungsprozess. Agile Unternehmen und Organisationen entwickeln künftig aus dem bisherigen Employer Branding ein neues Partnership Branding. Das wird eine Grundlage für ihren nachhaltigen Erfolg sein.
Falk Rodigast
Neutralität in der Mediation
Neutralität ist eine grundlegende Anforderung an einen Mediator. Wie definiert sich diese Neutralität? Auf welche Art prüft der Mediator seine Neutralität? Wann erfolgt die Prüfung? Wie unterscheidet sich Neutralität von der ebenfalls geforderten Allparteilichkeit? Welche Unterschiede gibt es in der Neutralität zwischen einem internen Mediator und einem externen Mediator? Diese wichtigen Fragen untersucht der Autor und gibt Antworten. Ausgehend von der Feststellung, dass der Begriff "Neutralität" in der Mediation allgegenwärtig und seit langer Zeit eingesetzt wird, recherchiert Rodigast exemplarisch historische Quellen, einschlägige Fachliteratur, die aktuelle deutsche Gesetzeslage, die Bezugspunkte verschiedener Berufsverbände und auch analytische und systemische Querverweise. Im Ergebnis stellt er fest, dass Neutralität verschiedenartig wahrgenommen und interpretiert wird. Eine tiefgehende Auseinandersetzung und Abgrenzung zu anderen Termini, gerade zur Allparteilichkeit, findet jedoch nur unzureichend statt. Hier setzt Rodigast an und grenzt Neutralität von Allparteilichkeit ab. Darauf aufbauend entwirft er eine Definition zur Neutralität, welche die Persönlichkeit des Mediators, sein Umfeld und die Grenzen seiner Neutralität auf zwei Weisen abbildet: unabhängig vom konkreten Fall und direkt fallbezogen. Auf diese Definition gründend, entwickelt er ein offenes Prüfschema zur umfassenden Beurteilung der Neutralität von Mediatoren. Der Vorteil von Definition und Prüfschema ist offenkundig: Mediatoren erhalten ein Hilfsmittel, um prinzipiell und fallbezogen konkret ihre eigene Neutralität prüfen zu können und damit der Anforderung des Mediationsgesetzes nachzukommen. Sie gewinnen Sicherheit für das eigene Selbst und können diese in das Verfahren einbringen. Die Gefahr, aus mangelnder Neutralität des Mediators ein Verfahren abbrechen zu müssen oder während der Fallbearbeitung in Konflikte mit der eigenen Neutralität zu gelangen, wird deutlich vermindert.
Huch, hier ist etwas schief gelaufen :-( // Oops, something went wrong :-( Neu laden // Reload 🗙