Print & Publishing
Astrid Rosenschon
Autor
Dr. Astrid Rosenschon, geb. 1951 in Bayreuth, Studium der Volkswirtschaftslehre an der Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg, Examen und Promotion bei Prof. Dr. Horst Claus Recktenwald, Arbeit in einem großen Wirtschaftsforschungsinstitut. Dr. Claus-Friedrich Laaser, geb. 1955 in Kiel, Studium der Volkswirtschaftslehre an der Christian-Albrechts-Universität Kiel, Examen und Promotion bei Prof. Dr. Dr. h.c. (mult.) Herbert Giersch, Arbeit in einem großen Wirtschaftsforschungsinstitut.
Bücher von Astrid Rosenschon
Astrid Rosenschon, Claus-Friedrich Laaser
Was Indien nachhaltig voranbringt
Astrid Rosenschon und ihr Ehemann Claus-Friedrich Laaser sind beide Ökonomen und begeisterte Globetrotter. Sie haben zahlreiche Länder dieser Erde bereist. Indien, das sie 11-mal besucht haben, hat sie besonders in den Bann gezogen, weil es am fremdartigsten ist. Denn in kaum einem anderen Land ist die Religion so allgegenwärtig und sind die Traditionen so lebendig. Man fühlt sich in einer anderen Welt. Indien gehört in vieler Hinsicht ins Guinness-Buch der Rekorde. In Indien sind Pionierleistungen der Wissenschaften erbracht worden. Dort ist die Wiege zweier Weltreligionen (Hinduismus und Buddhismus) und die Heimat zahlreicher Weltkulturerbe-Stätten. Doch nirgendwo sonst haben die Autoren Armut und Elend breiter Massen als so drückend empfunden wie in Indien. Das ist der Grund, weshalb sich Astrid Rosenschon und Claus-Friedrich Laaser vertieft mit Indien auseinandersetzen – und zwar durch die Brille der ökonomischen Profession. Sie fragen: Was ist zu tun, um das irdische Los der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern?
Astrid Rosenschon
Hinduismus und Buddhismus: Indiens Religionen im Lichte moderner Erkenntnisse
Von Indien werden viele Besucher in den Bann gezogen, weil es sehr fremdartig ist und weil die Religion so allgegenwärtig ist. Sie drückt allen anderen Lebensbereichen ihren Stempel auf. Indien gehört in vieler Hinsicht ins Guinness-Buch der Rekorde. In Indien ist die Wiege gleich zweier Weltreligionen (Hinduismus und Buddhismus). Die Offenheit des Hinduismus in Fragen des Glaubens und der Weltanschauungen ist bemerkenswert. Die tiefe Gläubigkeit hat Wunderwerke der Architektur entstehen lassen. Auch hat das Land brillante Wissenschaftler, Computerfachleute, Ärzte und Philosophen hervorgebracht. Die Mathematik etwa, die zum Berechnen der Opferplätze benötigt wurde und von der die ganze Welt profitiert, hat von Indien wesentliche Impulse erhalten. Gleichzeitig wirkt das immer noch weit verbreitete Kastensystem, das religiöse Wurzeln hat, als gesellschaftliche und ökonomische Entwicklungsbremse par excellence. Der indische Wirtschaftswissenschaftler Deepak Lal schätzt, dass es in Indien 2000 Jahre lang – von 300 v. Chr. bis 1700 – zu keiner Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens gekommen ist. Auch zählt die Unterdrückung und Diskriminierung des weiblichen Geschlechts zu den religiös bedingten Schattenseiten des Subkontinents. Nach dem Aufzeigen der historischen Wurzeln der indischen Religions-philosophien stellt die Autorin zunächst die Grundelemente des Hinduismus dar. Dem hinduistischen System, das sich wie der Buddhismus aus dem Brahmanismus heraus entwickelt hat, wird dann die Kritik Buddhas an diesem gegenübergestellt. Im Hauptteil erörtert die Autorin durch die Brille moderner Erkenntnisse, wo die Stärken und Schwächen des Hinduismus liegen. Denn das heute vor allem hinduistisch geprägte Indien ist ein Land, das zunehmende internationale Aufmerksamkeit erfährt. Auch wenn Religionskritik ihre Grenze hat, weil sich das Absolute oder der Urgrund allen Seins einer wissenschaftlichen Betrachtung entziehen, gilt: Wo die Religion in die vom Menschen wissenschaftlich objektiv erfahrbare Wirklichkeit hineinspielt, dort sollte erlaubt sein, dass auch Nichttheologen mitreden. Die von Indien in den Bann gezogene Autorin, die zur Berufsspezies der Ökonomen gehört, nimmt in ihrer Abhandlung viele Anleihen aus der Indologie, der Theologie und aus den modernen Naturwissenschaften.
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